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Der Vorlesemonitor

Passend zum Bundesweiten Vorlesetag führt die Stiftung Lesen seit 2007 gemeinsam mit DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung mit dem Vorlesemonitor eine Studie zum Vorleseverhalten von Eltern 1-8-jähriger Kinder durch und zeigt wie es ums Vorlesen in Deutschland bestellt ist. Dabei wird immer wieder deutlich: Vorlesen hat einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern!

Warum ist Vorlesen so wichtig?

Vorlesen ist mehr als eine schöne Beschäftigung. Es stärkt die gesamte Entwicklung von Kindern. Es hilft ihnen dabei, sich selbst, andere Menschen und die Welt besser zu verstehen, unterstützt ihr Selbstbewusstsein, macht Lust auf Geschichten und hilft ihnen, später leichter Lesen zu lernen. Es macht neugierig, kreativer, selbstbewusster und lässt den Wortschatz wachsen. Vorlesen legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft – und macht auch noch Spaß. Lesenlernen ist aber in Deutschland abhängig vom Elternhaus, genauso wie Bildung. Deswegen ist es wichtig zu verstehen, ob Eltern vorlesen (oder nicht) und warum sie es tun oder nicht.

Unsere Studien machen seit vielen Jahren deutlich: Du leistest mit Deiner Vorleseaktion einen wichtigen Beitrag für die Chancengerechtigkeit.

Vorlesemonitor 2024: Vorlesen schafft Zukunft

Jedes dritte Kind bekommt in Deutschland nicht oder zu selten vorgelesen. Das ist eine leichte Verbesserung der Vorlesesituation, die nun wieder auf dem Niveau von vor Beginn der Covid-19-Pandemie ist. Eltern, die nicht vorlesen, können nach eigenen Aussagen nur selten einschätzen, ob ihr Kind Schwierigkeiten mit dem Lesenlernen hat oder nicht. Sprich: Kindern ohne Vorleseerfahrung fällt nicht nur das Lesenlernen schwerer, sie erhalten aus Unwissenheit womöglich auch nicht die nötige Unterstützung, denn besonders vielen Kindern zwischen 5 und 7 Jahren wird selten oder nie vorgelesen.

Der Vorlesemonitor 2024 zeigt aber auch: Ein modernes Verständnis von Vorlesemedien und der ergänzende Einsatz von digitalen Alternativen können Hemmschwellen abbauen und Eltern zum Vorlesen ermutigen.

© Stiftung Lesen/Jonathan Kayser
Vorlesen stärkt die gesamte Entwicklung von Kindern

Über den Vorlesemonitor

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben besonders gute Startchancen. Sie haben früh einen größeren Wortschatz, lernen leichter lesen, sind einfühlsamer und haben in vielen Fächern bessere Schulnoten. Seit 2007 erfassen die Initiatorinnen das bundesweite Vorleseverhalten. Ein vergleichbarer Fragenkatalog ermöglicht seit 2022 zudem die Beobachtung von (Vor-)Leseverhalten bei Kindern im Alter von ein bis acht Jahren. Durch die Befragung von über 800 Eltern gibt der Vorlesemonitor Aufschluss über die Vorlesepraxis in Familien, zieht Rückschlüsse im Vergleich zu den letzten Jahren und analysiert Vorlesebiografien und Risikofaktoren sowie den Einfluss der Verfügbarkeit von Vorlesestoff – sowohl in Bezug auf analoge als auch digitale Angebote.